Nach dem positiven Coronavirus-Test wurde US-Präsident Donald Trump mittlerweile in ein Militärspital geflogen.
Es handele sich um eine Vorsichtsmassnahme auf Empfehlung der Mediziner, hiess es aus dem Weissen Haus.
Mark Meadows, Stabschef im Weissen Haus, sagte, US-Präsident Donald Trump habe nach seiner Infektion leichte Erkrankungssymptome.
Der Coronavirus-Test beim demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden ist negativ gewesen. Das teilte sein Arzt mit.

Nach seiner Infektion mit dem Coronavirus wird US-Präsident Donald Trump ins Walter-Reed-Militärkrankenhaus in Bethesda nördlich von Washington gebracht. Das Weisse Haus teilte am Freitag mit, Trump werde die nächsten Tage in Büroräumen in dem Spital arbeiten.

Trump hat sich in einer Videobotschaft trotz Corona-Infektion positiv zu seinem Gesundheitszustand geäussert. «Ich denke, dass es mir sehr gut geht. Aber wir wollen sicherstellen, dass alles gut ausgeht. Auch der First Lady geht es sehr gut», sagte Trump in der Botschaft. Das Video wurde auf Twitter gestellt, nachdem Trump ins Militärkrankenhaus gebracht worden war.

Genesungswünsche – auch aus Nordkorea

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Japans Regierungschef Yoshihide Suga hat US-Präsident Donald Trump eine schnelle Genesung gewünscht. Er habe Trumps Tweet, in dem dieser von seiner Infizierung mit dem Coronavirus berichtet hatte, mit Sorge gelesen, schrieb Suga am Samstag auf Twitter. «Ich bete nun aufrichtig für ihre baldige Genesung und hoffe, dass sie und Madam First Lady bald zu einem normalen Leben zurückkehren.»Auch Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un wünschte Trump und der First Lady «von Herzen» eine baldige, vollständige Geneseung, berichten Staatsmedien.Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron richtete zusammen mit seiner Frau Brigitte eine Botschaft an den US-Präsidenten und dessen Frau. «Stay strong and keep goin!» («Bleib stark und lass Dich nicht unterkriegen!») schrieb Macron am Freitag handschriftlich auf einer Karte, die an «Dear Donald» adressiert und auf Facebook zu sehen war.Laut Kreisen des Élyséepalastes richtete «Première Dame» Brigitte Macron eine Extrabotschaft an die First Lady der USA – mit den «wärmsten Wünschen» für eine rasche Genesung.Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat dem US-Präsidenten und seiner Frau gute Besserung gewünscht. Unter Trump hatte die US-Regierung im Juli ihren Austritt aus der WHO angekündigt.

Es handele sich um eine Vorsichtsmassnahme auf Empfehlung der Ärzte. Trump weise nach der Infektion «leichte Symptome» auf. Nach Angaben einer mit der Situation vertrauten Person hat der Präsident leichtes Fieber. Er sei aber nach wie vor guter Dinge und habe den ganzen Tag über gearbeitet.

Trump habe seine Amtsgeschäfte nicht an seinen Vize Mike Pence übergeben. Den Weg vom Weissen Haus zu dem Hubschrauber, der ihn in das Spital bringen sollte, ging Trump zu Fuss.

«GEMEINSAM durchstehen»

Trumps Arzt Sean Conley hatte in der Nacht zu Freitag verkündet, dass der 74 Jahre alte Präsident und First Lady Melania Trump positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Trump schrieb kurz nach Mitternacht am Freitag auf Twitter: «Wir werden unsere Quarantäne und Erholung sofort beginnen. Wir werden das GEMEINSAM durchstehen.»

Noch kein Entscheid über TV-Debatten

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Das Weisse Haus hat nach dem positiven Corona-Test von Präsident Donald Trump noch keine Entscheidung über die zwei verbliebenen Debatten mit seinem Herausforderer Joe Biden getroffen. «Wir sind noch nicht soweit gekommen», weil man sich zunächst auf den Präsidenten fokussiere, sagte Trumps Sprecherin Kayleigh McEnany am Freitag. Nach dem ersten Aufeinandertreffen der beiden Kandidaten am vergangenen Dienstag sind noch Debatten am 15. und 22. Oktober angesetzt. Nach Bekanntwerden von Trumps Corona-Infektion wurde spekuliert, dass sie abgesagt, verschoben oder via Internet abgehalten werden könnten.

Rund einen Monat vor der Wahl in den USA zwingt die Infektion Trump auch dazu, seine persönlichen Wahlkampfauftritte auszusetzen. Trumps Wahlkampfchef Bill Stepien teilte mit, alle bereits angekündigten Wahlkampfveranstaltungen unter Teilnahme des Republikaners würden entweder verschoben oder online abgehalten.

Legende:
Auf dem Weg ins Militärspital: Der Präsidenten-Heli hebt vor dem Weissen Haus ab.

Keystone

Biden setzt Wahlkampf fort

Trump-Herausforderer Joe Biden von den US-Demokraten setzt seinen Wahlkampf dagegen fort. Biden hielt am Freitag wie geplant eine Ansprache in Grand Rapids im US-Bundesstaat Michigan. Bidens Arzt Kevin O’Connor hatte zuvor mitgeteilt, dass der 77-Jährige und dessen Ehefrau Jill Biden negativ getestet worden seien.

«Geht nicht darum, ein harter Kerl zu sein»

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Die Corona-Infektion von US-Präsident Donald Trump ist nach Ansicht seines Herausforderers Joe Biden eine Mahnung, das Virus ernstzunehmen. «Es wird nicht automatisch verschwinden», sagte Biden bei einem Wahlkampfauftritt in Grand Rapids im US-Bundesstaat Michigan, bei dem er eine Maske trug.Er sagte, er bete für Trump und seine Ehefrau Melania, die sich auch mit dem Virus angesteckt hat. Biden rief dazu auf, in der Pandemie auf Wissenschaftler zu hören, Masken zu tragen, Abstand zu halten und regelmässig die Hände zu waschen. «Es geht nicht darum ein harter Kerl zu sein», sagte der 77-jährige Demokrat. Es gehe darum, seinen Beitrag zu leisten.«Wir als Nation müssen besser mit dieser Pandemie umgehen», mahnte er.Biden griff Trump nicht direkt an – seine Worte waren aber auch als Anspielung auf dessen Umgang mit dem Coronavirus zu verstehen. Trump hatte mehrfach gesagt, das Virus werde einfach verschwinden, und Biden für seine Vorsicht in der Pandemie verspottet. Trump zog zudem öffentlich die Einschätzungen seiner Experten in Zweifel.

Trump hatte am Samstag und in den kommenden Tagen Wahlkampfauftritte in den Bundesstaaten Florida, Wisconsin und Arizona geplant. Ungeachtet der Coronavirus-Pandemie hatte er in den vergangenen Wochen Wahlkampfauftritte teils vor Tausenden Anhängern absolviert, bei denen er stets ohne Maske auftrat.

Einschätzung: «Ansteckung wird Auswirkungen auf Wahlkampf haben»

«Trump hat oft gezeigt, dass er vom Maskentragen nicht viel hält», erklärt SRF-Auslandredaktor Christoph Wüthrich. «Immer wieder gab es Aufnahmen, auf denen er bei offiziellen Anlässen ohne Maske und in grosser Nähe zu anderen Personen abgebildet wurde.» Ferner habe er die Gefahr, die vom Virus ausgeht, lange gezielt heruntergespielt.

«Jetzt wird seine Ansteckung Auswirkungen auf den Wahlkampf haben», schätzt Wüthrich. «Wenn er im Weissen Haus isoliert bleiben muss, kann er nur noch virtuell an Wahlkampfveranstaltungen und an den weiteren TV-Duellen teilnehmen.»

Vizepräsident Mike Pence plant, seine Wahlkampfveranstaltungen wieder aufzunehmen. Pence war am Freitag nach Angaben seines Arztes Jesse Schonau negativ auf das Coronavirus getestet worden. Sollte Trump seine Amtsgeschäfte nicht ausüben können, müsste Pence einspringen.

Der Vizepräsident werde seit Monaten täglich auf das Coronavirus getestet, schrieb sein Sprecher Devin O’Malley auf Twitter.



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